Langzeitstudie zum Schüler- und Kulturaustausch

Rund 140.000 Jugendliche aus Deutschland haben allein in den letzten zehn Schuljahren an Programmen teilgenommen, die ihnen einen drei- bis zwölfmonatigen Auslandsaufenthalt mit Schulbesuch ermöglichten. Wenn sachkundige Informationen zum Schüleraustausch in Form von Handbüchern und Internetportalen auch mittlerweile keine Mangelware mehr sind, so liegen bisher jedoch kaum gesicherte Erkenntnisse darüber vor, welche Auswirkungen solche Programme auf die teilnehmenden Jugendlichen haben. Dem soll diese Studie Abhilfe schaffen.

   
Austauschschüler im Ausland

Gesamtverantwortung:

KulturLife gGmbH • Exerzierplatz 9 • 24103 Kiel
Tel.: (0431)888 14 10 • Fax: (0431)888 14 19
info@kultur-life.dewww.kultur-life.de

Konzept und Auswertung:

weltweiser® • der unabhängige Bildungsberatungsdienst
Thomas Terbeck • Schloss Cappenberg • 59379 Selm-Cappenberg
Tel.: (02306)-978 113 • Fax: (02306)978 114
info@weltweiser.dewww.weltweiser.de

Haftungsausschluss/Datenschutzhinweis

KulturLife und weltweiser® stehen allen Interessierten für Fragen rund um das Thema Schüler- und Kulturaustausch gerne zur Verfügung.

Der Erfolg dieser Studie hängt in erheblichem Maße von der "Rücklaufquote" ab. KulturLife und weltweiser® möchten sich daher schon im Voraus bei all denen bedanken, die durch ihre Antworten zur Qualitätssicherung im Schüler- und Kulturaustausch beitragen.

Langzeitstudie zum Schüler- und Kulturaustausch

Im Juni 2003 startete der unabhängige Bildungsberatungsdienst weltweiser® in Kooperation mit der Kieler Austauschorganisation KulturLife gGmbH eine auf zunächst fünf Jahre angelegte Langzeitstudie zum Schüler- und Kulturaustausch. Vor dem Hintergrund der großen Resonanz auf die Studie wird diese nunmehr zeitlich unbegrenzt fortgesetzt und in regelmäßigen Abständen ausgewertet. Die Ergebnisse werden im "Handbuch Fernweh" respektive auf www.austauschumfrage.de präsentiert. Auf dieser Homepage besteht auch die Möglichkeit, sich an der Langzeitstudie zu beteiligen. KulturLife und weltweiser® möchten sich bei all denen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, insgesamt 75 Fragen zu beantworten und überdies meist auch noch die Kommentarfelder mit Inhalt zu füllen. Erst sie haben diese Studie ermöglicht!

Hintergrund

Ziel der Langzeitstudie ist es, Erfahrungen und Einschätzungen möglichst vieler ehemaliger Austauschschüler/innen zu sammeln und auszuwerten, um

  1. mögliche positive wie negative Kurz- und Langzeitaspekte von mehrmonatigen Auslandsaufenthalten mit empirischen Daten zu belegen
  2. Jugendlichen (und ihren Eltern) Entscheidungshilfen für oder gegen die Teilnahme an einem Schüleraustauschprogramm an die Hand zu geben
  3. die Betreuung zukünftiger Programmteilnehmer/innen vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt zu optimieren.

Ein Austauschschüler ist nach der dieser Studie zugrunde liegenden Definition ein Jugendlicher im Alter zwischen 13 und 19 Jahren, der während seines mindestens dreimonatigen Auslandsaufenthalts in einer Gastfamilie bzw. einem Internat gelebt und regelmäßig eine allgemein bildende Schule besucht hat.

(Wenn "Schüleraustausch" im eigentlichen Sinne ein Programm auf Gegenseitigkeit beschreibt, so hat sich dieser Begriff in der Praxis auch für Programme eingebürgert, bei denen kein Gegenbesuch erfolgt - und wird in dieser Studie auch für diese Art des Kulturaustauschs benutzt.)

Datenbasis

354 ehemalige Austauschschüler/innen, die mit 52 unterschiedlichen Austauschorganisationen im Ausland waren, haben sich bisher (Stand 1.12.2008) an der Studie beteiligt - und bilden die Datenbasis für diese Auswertung. Weitere 29 Fragebögen wurden nicht berücksichtigt, da die Angaben zu lückenhaft waren.

Gut 42 Prozent der Studienteilnehmer waren im Schuljahr 2003/2004 Austauschschüler, 20 Prozent danach, 25 Prozent in den Schuljahren 2000/01, 2001/02 und 2002/03 sowie 9 Prozent in den 1990er Jahren. Drei Teilnehmer waren bereits vor 1979 Austauschschüler und neun in den 1980er Jahren.

75 Prozent der Fragebögen wurden von Frauen ausgefüllt, was die weibliche Dominanz in Schüleraustauschprogrammen widerspiegelt. Allerdings ist eine (leichte) Unterrepräsentanz der männlichen Programmteilnehmer in dieser Studie festzustellen. Zum Vergleich: die von weltweiser« jährlich durchgeführten Umfragen unter allen deutschen Austauschorganisationen im Rahmen der Aktualisierung des "Handbuch Fernweh" ergeben, dass gut 65 Prozent der Programmteilnehmer an mehrmonatigen Schüleraustauschprogrammen Mädchen sind.

69 Prozent der Studienteilnehmer waren in Nordamerika (57 Prozent USA, 12 Prozent Kanada) platziert, 6 Prozent in Neuseeland und 4,5 Prozent in Australien. Dies deckt sich relativ genau mit dem Anteil der deutschen Jugendlichen, die in den Jahren des Auslandsaufenthalts der Befragten an einem Schüleraustauschprogramm mit mindestens dreimonatigem Besuch einer öffentlichen Schule teilgenommen haben.

Diese und viele weitere Indizien sprechen dafür, dass die nach fünf Jahren vorhandene Datenbasis dieser Studie den langfristigen Schüler- und Kulturaustausch ziemlich genau abbildet.

Ergebnisse der Studie

Obwohl es nach fast einhelliger Meinung der Studienteilnehmer nicht immer einfach ist, Austauschschüler zu sein, würden fast alle Befragten anderen Jugendlichen raten, nach Möglichkeit an einem mehrmonatigen Schüleraustauschprogramm teilzunehmen.

Für sehr viele der Befragten war der Schüleraustausch die "beste", "genialste", "faszinierendste" oder schlicht "schönste" Zeit ihres Lebens. Der meist genannte Ratschlag an zukünftige Austauschschüler lautete: "Seid offen für Neues!"

Erster Zwischenbericht vom November 2006

Nach dreijähriger Laufzeit kann nunmehr ein erster Zwischenbericht präsentiert werden. Viele Indizien sprechen dafür, dass bereits die derzeit vorhandene Datenbasis den langfristigen Schüler- und Kulturaustausch ziemlich genau abbildet.

Im Folgenden sollen einige ausgewählte Facetten von Schüleraustauschprogrammen dargestellt werden. Zuvor möchten sich KulturLife und weltweiser« aber bei all denen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, insgesamt 75 Fragen zu beantworten und überdies meist auch noch die Kommentarfelder mit Inhalt zu füllen. Erst sie haben diese Studie ermöglicht! Die Studie wird nunmehr fortlaufend ausgewertet und präsentiert.

Datenbasis

296 ehemalige Austauschschüler/innen, die mit 36 unterschiedlichen Austauschorganisationen im Ausland waren, haben sich bisher an der Studie beteiligt (Stand 31.7.2006). 74 Prozent der Studienteilnehmer waren in Nordamerika (62% USA, 12% Kanada) platziert, was sich relativ genau mit dem Anteil der deutschen Jugendlichen deckt, die in den letzten Jahren an einem Schüleraustauschprogramm mit mindestens dreimonatigem Besuch einer öffentlichen Schule teilgenommen haben. 86 Prozent der Fragebögen wurden von Mädchen ausgefüllt, was die weibliche Dominanz in Schüleraustauschprogrammen widerspiegelt. Allerdings ist eine (leichte) Unterpräsenz der männlichen Programmteilnehmer in dieser Studie fest zu stellen, da real von "nur" rund 65 bis 70 Prozent weiblicher Programmteilnehmer auszugehen ist.

Ergebnisse der Studie

Obwohl es nach fast einhelliger Meinung der Studienteilnehmer nicht immer einfach ist, Austauschschüler zu sein, würden fast alle anderen Jugendlichen raten, nach Möglichkeit an einem mehrmonatigen Schüleraustauschprogramm teilzunehmen. Für sehr viele der Befragten war der Schüleraustausch die "beste", "genialste", "faszinierendste" oder schlicht "schönste" Zeit ihres Lebens. Der meist genannte Ratschlag an zukünftige Austauschschüler lautete: "Seid offen für Neues!"